L I T E O S – Digest http://www.liteos.de DIGEST für Medizin. Mystik und Grenzwissenschaft Fri, 24 Nov 2017 15:57:11 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.1 http://www.liteos.de/wp-content/uploads/2016/02/cropped-logo-site-32x32.jpg L I T E O S – Digest http://www.liteos.de 32 32 JUNGBRUNNEN GEFUNDEN? http://www.liteos.de/2017/11/24/jungbrunnen-gefunden/ http://www.liteos.de/2017/11/24/jungbrunnen-gefunden/#respond Fri, 24 Nov 2017 15:54:38 +0000 http://www.liteos.de/?p=1176 Haben Forscher den Jugbrunnen gefunden? Für alte Mäuse sind die Zeiten aufregend: Forscher haben ein Mittel entwickelt, das den Alterungsprozess bei den Nagern umkehren könnte. Die Ergebnisse der Studie könnten auch dazu beitragen, zu klären, wie Menschen gesünder altern und altersbedingte Gebrechen gemildert werden können. Das Forscherteam vom Erasmus University Medical Center um Dr. Peter … JUNGBRUNNEN GEFUNDEN? weiterlesen

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Haben Forscher den Jugbrunnen gefunden? Für alte Mäuse sind die Zeiten aufregend.

Haben Forscher den Jugbrunnen gefunden? Für alte Mäuse sind die Zeiten aufregend: Forscher haben ein Mittel entwickelt, das den Alterungsprozess bei den Nagern umkehren könnte. Die Ergebnisse der Studie könnten auch dazu beitragen, zu klären, wie Menschen gesünder altern und altersbedingte Gebrechen gemildert werden können.

Das Forscherteam vom Erasmus University Medical Center um Dr. Peter de Keizer hat ein neues Peptid mit vielversprechender Wirkung entwickelt. Dieses kleine Protein haben die Wissenschaftler alten Mäusen über einen Zeitraum von mehreren Wochen verabreicht. Die Nager wurden daraufhin fitter, das Fell wurde dichter und auch die Nierenfunktion verbesserte sich.

Wie ist die Verjüngung möglich?

Der Schlüssel zu dem Verjüngungseffekt liegt in den seneszenten Zellen, die eine wichtige Rolle beim Alterungsprozess spielen: Je älter die Mäuse wurden, desto mehr Zellen haben aufgehört, sich zu teilen und damit zu verjüngen. Sie sind quasi in den Ruhestand gegangen und wurden zu seneszenten Zellen. Und das ist für den Körper problematisch.

Die seneszenten Zellen sorgen dafür, dass Krebszellen schlechter auf Chemotherapien anspringen und sie beschleunigen das Wachstum von Tumoren. In anderen Worten: Wir wollen diese Zellen loswerden“, sagt de Keizer. Das neue Medikament soll genau bei diesen Zellen ansetzen und sie zerstören. Aber es kann noch mehr: „Es stimuliert die umgebenen Stammzellen, die dann neues Gewebe hervorbringen“, erklärt de Keizer weiter.

Was bedeuten die Ergebnisse für den Menschen?

Die Forscher um de Keizer haben das Medikament erfolgreich an Mäusen getestet und wollen jetzt in einer klinischen Studie das Peptid am Menschen erproben. Die Forscher hoffen, die Studie in den nächsten ein oder zwei Jahren auf Patienten mit aggressiven Krebsarten auszuweiten und schließlich auch altersbedingte Gebrechen zu untersuchen. „Wir streben nicht das ewige Leben an, aber ein längeres Leben ohne Gebrechen und mit exzellenter Gesundheit wäre großartig“, findet De Keizer.

Wird die Menschheit jetzt unsterblich?

Bis ein Medikament entwickelt wird, das uns später altern lässt, ist es noch ein weiter Weg. Die Forscher müssen testen, ob die Ergebnisse aus dem Mausmodell auf den Menschen übertragbar sind. Dabei steht neben der Wirksamkeit auch die Sicherheit des Medikaments im Fokus: Gibt es Nebenwirkungen? Wie wirkt sich die Substanz auf die Organe und den Stoffwechsel aus? Vermindert das Mittel die Wirksamkeit von Chemotherapien?

Jungbrunnen gefunden?!

Die Ergebnisse der Forscher legen immerhin nahe, dass es in Zukunft möglich sein wird, den Alterungsprozess zumindest zu verlangsamen. Bis Medikamente erhältlich sind, die Tumore wirksamer bekämpfen und Altersgebrechen lindern, wird es aber noch dauern. Verjüngende Nahrungsergänzungsmittel aus dem Supermarkt bleiben vorerst Science-Fiction.

Weiter zum Artikel, T-ONLINE, den 27.03.2017

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MESENCHYMALE STAMMZELLEN GEGEN ALTER http://www.liteos.de/2017/10/27/mesenchymale-stammzellen-gegen-alter/ http://www.liteos.de/2017/10/27/mesenchymale-stammzellen-gegen-alter/#respond Fri, 27 Oct 2017 19:13:52 +0000 http://www.liteos.de/?p=1164 Mesenchymale Stammzellen gegen Alterserscheinungen und Alter. Stammzellentransplantationen sind eine der vielversprechendsten Methoden, wenn es um Anti-Aging-Therapien geht. Die beiden Studien drehten sich um eine bestimme Art von Stammzellen namens mesenchymale Stammzellen (MSC). Diese Zellen gelten in der Wissenschaft als mögliche Behandlungsmethoden für Krankheiten wie Krebs und diverse Herzerkrankungen. Die mit Hilfe der mesenchymalen Stammzellen entwickelte Behandlungsmethode ist … MESENCHYMALE STAMMZELLEN GEGEN ALTER weiterlesen

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Mesenchymale Stammzellen gegen Alterserscheinungen und Alter.

Mesenchymale Stammzellen gegen Alterserscheinungen und Alter. Stammzellentransplantationen sind eine der vielversprechendsten Methoden, wenn es um Anti-Aging-Therapien geht. Die beiden Studien drehten sich um eine bestimme Art von Stammzellen namens mesenchymale Stammzellen (MSC).

Diese Zellen gelten in der Wissenschaft als mögliche Behandlungsmethoden für Krankheiten wie Krebs und diverse Herzerkrankungen.

Die mit Hilfe der mesenchymalen Stammzellen entwickelte Behandlungsmethode ist die erste entsprechende Anti-Aging-Therapie, die kurz vor der Zulassung in den USA steht. Die Therapie basiert auf mesenchymale Stammzellen, die einem erwachsenen Spender aus dem Knochenmark entnommen wurden. Diese Stammzellen wurden dann in Patienten mit einem Durchschnittsalter von mehr als 76 Jahren transplantiert. Beide durchgeführten klinischen Studien (je eine Phase-1- und eine Phase-2-Studie) kamen zu dem Schluss, dass die Therapie keine ernstzunehmenden Nebenwirkungen hervorruft.

Mesenchymale Stammzellen gegen Alter

Therapieform ist kurz vor der Zulassung. Die beiden klinischen Studien wurden eigentlich entworfen, um lediglich die Sicherheit der Therapie zu beweisen. Allerdings zeigten sie auch beeindruckende Resultate die Effizienz der Behandlung betreffend. So konnten sie den Weg in Richtung weiter klinischer Studien ebnen. 6 Monate nach der Behandlung stellten sich alle Probanden als körperlich fitter und mit erhöhter Lebensqualität dar.

„There are always caveats associated with interpreting efficacy in small numbers of subjects, yet it is remarkable that a single treatment seems to have generated improvement in key features of frailty that are sustained for many months“, so David G. Le Couter, einer der beteiligten Forscher.

Der nächste Schritt für die Wissenschaftler ist es nur, die Effizienz der Behandlung mit Stammzellen in weiteren klinischen Studien endgültig zu beweisen, um so eine Zulassung der Therapie erwirken zu können.

Angesichts der demographischen Entwicklung werden Therapien, mit deren Hilfe Altersschwäche behandelt werden können, in Zukunft immer wichtiger werden.

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Mesenchymale Stammzellen (MSZ) können verschiedene Zellarten des Stütz- und Bindegewebes (auch Skelettgewebe genannt), wie Knorpel, Knochen und Fett, herstellen. Wissenschaftler untersuchen wie MSZ eingesetzt werden könnten, um Knochen- und Knorpelkrankheiten wirksam zu behandeln. Einige MSZ Forschungsgruppen erkunden auch Therapien für andere Krankheiten, die wissenschaftlichen Grundlagen für diese Anwendungen sind jedoch noch nicht ausreichend erforscht oder etabliert.

Weiter zum Artikel, TDZ, den 24.10.2017

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Alzheimer: Strategien gegen das Vergessen http://www.liteos.de/2017/10/17/alzheimer-strategien-gegen-das-vergessen/ http://www.liteos.de/2017/10/17/alzheimer-strategien-gegen-das-vergessen/#respond Tue, 17 Oct 2017 11:43:13 +0000 http://www.liteos.de/?p=1149 Alzheimer ist nicht heilbar. Wissenschaftler erforschen aber, wie man vorbeugt – und weisen auf die Bedeutung des Lebensstils hin. Anfangs sind es oft Gespräche, die man vergisst, die Schlüssel, dann den Weg zur Arbeit, zum Supermarkt, nach Hause. Irgendwann sind es Wörter und die Namen der engsten Freunde und Familie, die einem einfach nicht mehr … Alzheimer: Strategien gegen das Vergessen weiterlesen

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Alzheimer ist nicht heilbar. Wissenschaftler erforschen aber, wie man vorbeugt – und weisen auf die Bedeutung des Lebensstils hin.

Alzheimer ist nicht heilbar. Wissenschaftler erforschen aber, wie man vorbeugt – und weisen auf die Bedeutung des Lebensstils hin. Anfangs sind es oft Gespräche, die man vergisst, die Schlüssel, dann den Weg zur Arbeit, zum Supermarkt, nach Hause. Irgendwann sind es Wörter und die Namen der engsten Freunde und Familie, die einem einfach nicht mehr einfallen wollen.

Eine Demenzerkrankung fühlt sich für Betroffene anfangs an wie ein Loch im Hirn. Sie wissen, dass sie eigentlich wissen müssten, was ihnen einfach nicht einfallen will. Ein ernüchterndes, frustrierendes Gefühl.

In Deutschland leben laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft heute 1,6 Millionen Menschen mit einer Demenz. Etwa zwei Drittel davon seien Alzheimer-Patienten. Wegen der immer höheren Lebenserwartung ist die Tendenz steigend. Aktuell sind weltweit gut 47 Millionen Menschen betroffen, bis 2050 könnten es sogar 131 Millionen sein. Damit zählen Demenzen wie Alzheimer zu den häufigsten Erkrankungen im Alter, doch Alzheimer ist eine neurodegenerative Erkrankung, die Symptome werden also durch einen fortschreitenden Verlust von Nervenzellen im Gehirn ausgelöst.

Das Absterben der Zellen geht außerdem mit der Bildung der typischen sogenannten Eiweißplaques einher. „Man hat noch nicht 100-prozentig verstanden, was der Initialzünder ist, was die Krankheit am Ende also tatsächlich auslöst“, so Agnes Flöel, Direktorin der Universitätsklinik für Neurologie in Greifswald. Forscher arbeiten daher intensiv daran, die degenerativen Prozesse im Gehirn noch besser zu verstehen und diese so zumindest zeitweise aufzuhalten oder zu verlangsamen.

Großes Potenzial, dem geistigen Abbau vorzubeugen, sieht Flöel im Wirkstoff Spermidin. Das ist ein körpereigenes Produkt des Zellstoffwechsels, das in unterschiedlichen Mengen in allen Körperzellen vorkommt – vor allem etwa auch in männlichen Spermien sowie in Soja und Weizenkeimen enthalten ist. „In Fliegen- und Mäuseversuchen konnte man bereits sehen, dass Spermidin Autophagie-Prozesse sehr gut anregt“, erklärt Flöel.

Dabei handelt es sich um Selbstreinigungsprozesse der Zellen, bei denen Zellschrott verdaut und vernichtet wird – unter anderem krankheitserregende Eiweiß-Ablagerungen. Und genau die liegen fast allen neurodegenerativen Erkrankungen zugrunde, auch Alzheimer. Würden diese wieder besser abgebaut, so könnte das Demenzen vorbeugen. „Seit Anfang des Jahres läuft daher eine größere Studie, die untersucht, wie sich Spermidin hochkonzentriert auf Gedächtnisleistung und Autophagie-Prozesse beim Menschen auswirkt“, so Flöel.

Immuntherapie gegen die Eiweiß-Ablagerungen

Timo Grimmer, Leiter des Zentrums für Kognitive Störungen an der Technischen Universität München, ist von der Wirksamkeit von Spermidin bisher nicht überzeugt. Ihm fehlen hier die randomisierten Placebo-kontrollierten Studien, die die positiven Effekte nachweisen. „Bis die Hypothese, dass es tatsächlich hilft, belegt ist, bis dahin ist es noch ein weiter Weg.“

Er favorisiert eine beta-Amyloid-Immuntherapie zur Behandlung von Alzheimer – „etwas, von dem man weiß, dass es gegen die Eiweiß-Ablagerungen hilft, und es nicht nur hofft“. Auch hier handelt es sich noch um ein experimentelles Therapieverfahren. Zulassungsstudien für die verwendeten Medikamente Aducanumab und ähnliche Präparate waren, trotz weltweiter Forschung und milliardenschwerer Investitionen, bislang noch nicht erfolgreich – oder sind noch nicht abgeschlossen.

Medikamente kommen frühestens 2019 auf den Markt.

Wir mussten hier viel über die Dosierungen lernen“, erklärt Grimmer. „Unsere Vorab-Annahmen waren zu optimistisch, auch wenn es den behandelten Patienten am Ende durch die Immunisierung immer besser ging, als denen, die nur ein Placebo erhalten hatten.“ Dass die Medikamente tatsächlich regulär auf den Markt kommen, damit rechnet Grimmer in frühestens zweieinhalb Jahren – vorausgesetzt, die laufenden Studien seien diesmal erfolgreich.

Egal, ob man sich bis dahin für eine experimentelle Behandlung entscheidet oder nicht, zentral sei, dass die Diagnose überhaupt gestellt wird. Da sind sich die Experten einig. „Auch wenn es sich bei Demenzen wie Alzheimer um unheilbare Hirnerkrankungen handelt, ist es nicht so, dass man nichts tun könnte“, so Grimmer. Patienten, die früh von der Krankheit erfahren, könnten deren Verlauf durch den Lebensstil positiv beeinflussen.

Generell weiß man aus epidemiologischen Studien, dass Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht im mittleren Lebensalter, körperliche und kognitive Inaktivität und Rauchen die stärksten modifizierbaren Risikofaktoren sind“, so Flöel. Im Umkehrschluss bedeute das, gegensätzliches Verhalten und eine gute Behandlung der Faktoren helfe.

Alzheimer vorbeugen: Auf Bewegung und den Fettstoffwechsel achten

Besonders Bewegung sei wichtig, rät Flöel. „Aus Kohorten-Studien weiß man, dass Menschen, die körperlich aktiv sind, viel später eine Demenz entwickeln.“ Zusätzlich sollte man laut Grimmer schauen, dass man auch seinen Fettstoffwechsel im Griff hat. „Grundsätzlich ist es nämlich so, dass wir im Schnitt alle zu viel essen“, so der Alzheimer-Forscher. „Darauf ist unser Organismus nicht ausgelegt.“ Außerdem beeinflusse man damit ja auch sein Risiko für einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall und viele weitere Krankheiten positiv.

Gerade in der Prävention sei eine kurzfristige Kalorienreduktion sinnvoll, ergänzt Flöel. Man wisse, dass die Eiweiß-Ablagerungen, die für die Alzheimer-Demenz verantwortlich sind, dadurch besser abtransportiert werden. „Wenn der Körper den Reiz bekommt, dass die Nahrung knapp wird, dann wirft er Programme an, die alle verfügbaren Reserven im Körper noch einmal mobilisieren – und das ist in den Zellen der Eiweiß-Zellschrott.“

Würden wir konsequent alle Risikofaktoren von Kindheit an beseitigen, könnte die Zahl der weltweiten Demenz-Fälle um etwa ein Drittel sinken. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher vom University College London. Allerdings schränken die Forscher ein: „Die Zahlen sollten mit Vorsicht interpretiert werden, weil es nicht möglich ist, alle Risikofaktoren vollständig auszuschalten.“ Außerdem seien potenzielle Risikofaktoren wie Alkoholkonsum oder Schlafmangel nicht berücksichtigt worden.

Egal, was am Ende hilft: Allein, dass die Chance bestehe, etwas gegen das Vergessen tun zu können, sei für Betroffene wichtig, meint Grimmer. So könne das ernüchternde und frustrierende Gefühl nach der Diagnose dem Gefühl weichen, selbst etwas gegen das Fortschreiten der Krankheit zu unternehmen. „Ich muss nicht schicksalhaft ertragen, was auf mich zukommt“, sagt Grimmer, „sondern kann sagen: ‚Ich tue etwas dagegen‘.“

Weiter zum Artikel, WAZ, den 25.09.2017

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KREBSFORSCHUNG: VIREN GEGEN KREBS http://www.liteos.de/2017/09/25/krebsforschung-viren-gegen-krebs/ http://www.liteos.de/2017/09/25/krebsforschung-viren-gegen-krebs/#respond Mon, 25 Sep 2017 19:38:46 +0000 http://www.liteos.de/?p=1112 Krebsforschung: Tausendfach wirksamere Viren gegen Krebs.  Onkolytische Viren sollen Krebszellen entern und zerstören – aber möglichst nichts anderes. Forscher hoffen, sie mit einfachen Mitteln deutlich effizienter machen zu können. Mediziner hoffen als eine mögliche Waffe gegen Krebs auch auf Krankheitserreger: So genannte onkolytische Viren sollen gezielt möglichst nur Tumorzellen erkennen, infizieren und zerstören. Dabei sollten die Viren … KREBSFORSCHUNG: VIREN GEGEN KREBS weiterlesen

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KREBSFORSCHUNG: Tausendfach wirksamere Viren gegen Krebs. KrebsforschungTausendfach wirksamere Viren gegen Krebs.  Onkolytische Viren sollen Krebszellen entern und zerstören – aber möglichst nichts anderes. Forscher hoffen, sie mit einfachen Mitteln deutlich effizienter machen zu können.

Mediziner hoffen als eine mögliche Waffe gegen Krebs auch auf Krankheitserreger: So genannte onkolytische Viren sollen gezielt möglichst nur Tumorzellen erkennen, infizieren und zerstören. Dabei sollten die Viren natürlich keine Nebenwirkungen haben – also nicht etwa den Krebspatienten mit einer Virenerkrankung zusätzlich belasten.

Gleichzeitig aber sollten die Erreger schnell und rabiat gegen die Krebszellen vorgehen – und so ist eine delikate Balance bei der Wahl der Mittel nötig, die den Medizinern in der Praxis bislang noch nicht zufrieden stellend geglückt ist. Einen Schritt weiter könnte nun ein chinesisches Medizinerteam gekommen sein, das ein zielgenaues, für Menschen harmloses Virus mit einfachen Zusatzstoffen deutlich gefährlicher für Tumoren macht.

Die Forscher um Guangmei Yan von der Sun Yat-sen University in Guangzhou beschreiben im Fachmagazin „Science Translation Medicine“ ihren Ansatz mit dem Alphavirus M1. Alphaviren gehören neben Adenoviren, unter denen auch Schnupfenviren zu finden sind, und Parvoviren zu den häufigsten bisher als onkolytische Waffen vorgesehenen Erregern mit geringen Nebenwirkungen. Das von Stechmücken übertragene M1 zirkuliert eigentlich in Pferden, wo es milde Krankheitsverläufe hervorruft.

Es hat den Vorteil, sehr gezielt Leberkrebszellen zu attackieren und zu zerstören, die gegen den Erreger offenbar wenig Abwehrmaßnahmen haben.

Die Forscher konnten nun zeigen, dass sich die Wirkung von M1 gegen die Krebszellen in Zellkulturstudien noch drastisch – um das etwa 3600-Fache – erhöht, wenn geringe Mengen des Proteininhibitors Eeyarestatin I zugegeben werden. Eeyarestatin I hemmt das VCP-Protein, einen zentralen Schalter der typischen Leberzellentartung.

Gesunde Zellen werden dagegen weiterhin kaum von den Viren infiziert, so die Autoren in ihrer Studie.

Krebsforschung: Viren gegen Kerbs

Die Anfangserfolge bestätigten sich auch in den ersten Tierversuchen an krebskranken Mäusen, wo M1 mit Eeyarestatin I Tumoren schrumpfen ließ und die Lebensdauer der behandelten Tiere verlängerte.

In den nächsten Schritten möchten die Mediziner ihre Viren-Wirkstoff-Kombination an Patienten testen, bei denen die VCP-Proteinaktivität besonders stark ist – diese Fälle werden als am bedrohlichsten eingestuft.

Derzeit ist die onkolytische Virotherapie noch ein eher theoretischer Ansatz, der kaum an Patienten erprobt wurde. In Europa ist bisher ein Verfahren zugelassen, das bei Hautkrebspatienten im Spätstadium helfen kann.

Anfangserfolge hatten bisher nicht zu wirklich wirksamen Therapien geführt, so dass Virentherapie in der Klinik bislang höchstens in Kombination mit etablierteren Methoden angewandt wird, etwa einer Chemo- oder Strahlentherapie.

Weiter zum Artikel, SPEKTRUM, den 24.08.2017

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MIT 8 GRAMM THORIUM 100 JAHRE FAHREN http://www.liteos.de/2017/09/13/mit-8-gramm-thorium-100-jahre-fahren/ http://www.liteos.de/2017/09/13/mit-8-gramm-thorium-100-jahre-fahren/#respond Wed, 13 Sep 2017 10:17:10 +0000 http://www.liteos.de/?p=1096 Mit 8 Gramm Thorium ohne aufzutanken 100 Jahre fahren. Die amerikanische Firma Laser Power Systems (LPS) aus Connecticut entwickelt eine neue Antriebsmethode für Fahrzeuge unter Verwendung eines der dichtesten Materialien der Natur: Thorium. Dies geht aus einem Bericht von Industry Tap hervor. Die Firma experimentiert mit kleinen Thorium-Blocks. Die abgegebene Hitze des Materials wird für … MIT 8 GRAMM THORIUM 100 JAHRE FAHREN weiterlesen

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Mit 8 Gramm Thorium ohne aufzutanken 100 Jahre fahren.

Mit 8 Gramm Thorium ohne aufzutanken 100 Jahre fahren. Die amerikanische Firma Laser Power Systems (LPS) aus Connecticut entwickelt eine neue Antriebsmethode für Fahrzeuge unter Verwendung eines der dichtesten Materialien der Natur: Thorium.

Dies geht aus einem Bericht von Industry Tap hervor. Die Firma experimentiert mit kleinen Thorium-Blocks. Die abgegebene Hitze des Materials wird für einen Laser genutzt, der Wasser erhitzt und mit dem Wasserdampf eine Mini-Turbine versorgt. Die Turbine erzeugt wiederum den elektrischen Strom, mit dem das Fahrzeug angetrieben wird. Der Antrieb erzeugt dabei keinerlei Schadstoff-Emissionen.

Was zuerst arg chemisch und gefährlich klingt, ist in Wirklichkeit ein revolutionäres Reaktorkonzept, das ich im Folgenden etwas genauer vorstellen möchte. Thorium-Reaktoren verwenden als Brennstoff nicht Uran, sondern Thorium. Dieses Element ist in der Erdkruste rund drei Mal häufiger als Uran, so dass auch bei einem flächendeckenden, weltweiten Einsatz die Vorräte für Jahrhunderte gesichert wären. Zudem ist es in der natürlich vorkommenden Form praktisch nicht radioaktiv (im Gegensatz zum Uran, das in den natürlich vorkommenden Erzen wie Pechblende radioaktiv ist), die Halbwertszeit des einzigen, natürlich vorkommenden Isotops Thorium-232 beträgt über 14 Milliarden Jahre.

Um dieses Isotop des Thoriums überhaupt erst spaltbar zu machen, muss es mit Neutronen beschossen werden – dann wandelt es sich in Thorium-233 um, das wiederum in wenigen Minuten zu Proactinium-233 zerfällt. Dieses muss nun von einem weiteren Neutroneneinfang geschützt werden, so dass es – in rund 27 Tagen – zu Uran-233 zerfallen kann.

Längerlebige radioaktive Nuklide werden nur in sehr geringen Mengen produziert. Zudem ist die totale Menge an radioaktiven Abfällen pro nutzbare Energie um etwa den Faktor 1000 kleiner. Dies liegt vor allem daran, weil rund 98% des Brennstoffs auch tatsächlich verbrannt wird, im Gegensatz zu Uran-Brennstoffen, wo die Brennstäbe nach rund 2-5% Verbrennung (je nach dem, ob aufbereitet wird oder nicht) als Abfälle entsorgt werden müssen.

Warum wurde nicht schon früher auf Thorium gesetzt?

Das Positive ist, dass diverse Länder wie Norwegen, China und Indien endlich damit anfangen Thorium-Reaktoren zu bauen. Die Technologie wurde in den USA bereits in den 60er Jahren erforscht. Da sie aber keinen Plutoniumabfall produziert, wurde sie sehr rasch wieder fallen gelassen. Der militärisch-industrielle Komplex, der mitunter auch den Energiemarkt kontrolliert, brauchte das Plutonium um seine A-Bomben zu bauen. Aus diesem Grund wurde das hocheffiziente und umweltfreundliche Thorium zu Gunsten des Urans fallengelassen. Traurig aber wahr …

Thorium ist darüber hinaus ziemlich günstig. Bei einem Weltmarktpreis von 60 Dollar pro Kilogramm könnte damit mit rund 200’000 Franken die Schweiz für ein Jahr versorgt werden. Uran ist im Gegensatz dazu rund fünf mal teurer (zudem braucht die Erzeugung der gleichen Menge Strom mehr Uran, wegen der geringeren Umwandlungseffizienz), Tendenz steigend.

Fazit: Thorium ist im Gegensatz zu Uran sauber, effizient und billig. Es ist zu gut um in unserem System marktfähig zu werden. Dennoch argumentieren immer noch viele Menschen damit, dass wir Fortschritt und Wohlstand unserem System verdanken würden. Dieses naive Argument wird am Beispiel des Thoriums widerlegt. Unser System ist weder an den Menschen noch an deren Komfort und Wohlstand interessiert. In einem anderen System, wie der ressource-based Economy, gäbe es kein Welthungerproblem und sehr wahrscheinlich auch keine Ressourcenkriege.

Weiter zum Artikel, LEGITIM, den 12.09.2017

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PROJEKTGRUPPE WILL RHEUMA HEILEN http://www.liteos.de/2017/08/15/projektgruppe-will-rheuma-heilen/ http://www.liteos.de/2017/08/15/projektgruppe-will-rheuma-heilen/#respond Tue, 15 Aug 2017 21:24:50 +0000 http://www.liteos.de/?p=1070 Rheuma heilen: Wissenschaftler der Projektgruppe Aidcure in Frankfurt haben ein Medikament entwickelt, das rheumatoide Arthritis heilen soll. Nun wollen sie es mit einer eigenen Firma vermarkten. Entzündete Gelenke, geschwollene Finger und Hände, massive Funktionsbeeinträchtigungen: Solche Symptome könnten auf eine rheumatoide Arthritis (Rheuma) deuten. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. „Das Immunsystem kann dann nicht … PROJEKTGRUPPE WILL RHEUMA HEILEN weiterlesen

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Rheuma heilen

Rheuma heilen: Wissenschaftler der Projektgruppe Aidcure in Frankfurt haben ein Medikament entwickelt, das rheumatoide Arthritis heilen soll. Nun wollen sie es mit einer eigenen Firma vermarkten.

Entzündete Gelenke, geschwollene Finger und Hände, massive Funktionsbeeinträchtigungen: Solche Symptome könnten auf eine rheumatoide Arthritis (Rheuma) deuten.

Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. „Das Immunsystem kann dann nicht mehr unterscheiden zwischen fremden und eigenen Proteinen“, erklärt Nadine Schneider vom Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und angewandte Ökologie in Frankfurt. Im Fall der rheumatoiden Arthritis würden Knochenstrukturen als fremd erkannt und vom Immunsystem angegriffen.

Obwohl es auf der ganzen Welt einen großen Markt an Medikamenten gegen dieses Leiden gibt, konnte bislang noch kein Mittel gefunden werden, das die Krankheit tatsächlich heilt. Warum ist das so schwer?

Noch immer ist nicht alles über die Pathogenese bekannt, es ist eine sehr komplexe Krankheit“, sagt Schneider. Sie ist promovierte Biologin und gehört zur Fraunhofer Projektgruppe, die an der Entwicklung eines neuen Medikaments gegen rheumatoide Arthritis forscht.

Bisherige Arzneien linderten die Symptome dadurch, dass die Abwehrfunktion des Immunsystems verringert werde. Dadurch gehe es den Patienten erst mal besser, aber gleichzeitig schütze das Immunsystem nicht mehr vor anderen Infektionen.

RHEUMA UND DAS PROJEKT AIDCURE

Abhilfe könnte das Projekt Aidcure („autoimmun disease cure“) schaffen, das der Frankfurter Medizinprofessor Harald Burkhardt gemeinsam mit seinem Kollegen Rikard Holmdahl vom Stockholmer Karolinska Institut ins Leben gerufen hat. Sie haben mit der Fraunhofer Projektgruppe ein personalisiertes Immuntherapeutikum entwickelt, das rheumatoide Arthritis heilen soll.

Bei dem Therapeutikum handelt es sich um eine neue Substanzklasse. Zu den ausschlaggebenden Faktoren gehört die Genetik: „Bestimmte Menschen, die bestimmte Eiweißproteine auf den Zellen haben, bekommen eher rheumatoide Arthritis als andere“, erläutert Schneider.

Hier gehe es um das sogenannte HLA-System, das „Human Leukocyte Antigen“, das dafür verantwortlich sei, dass zwischen körperfremden und -eigenen Anteilen unterschieden werde. „Personalisiert bedeutet für uns: im Sinne eines bestimmten HLA-Typs.“

Es geht also nicht um den individuellen Patienten, sondern um Patientengruppen. „Wir beziehen uns auf den HLA-Typ, der in der europäischen und nordamerikanischen Population am häufigsten mit der rheumatoiden Arthritis assoziiert ist. Das deckt ungefähr fünfzig Prozent der dort lebenden Patienten ab.“

Als eigenständiges Institut hat sich die Fraunhofer Projektgruppe, die derzeit in Räumlichkeiten der Frankfurter Universitätsklinik untergebracht ist, noch nicht etabliert.

Aber es ist eine Ausgründung geplant: Ende des Jahres will das Team ein Unternehmen gründen. Unterstützung erhält das Projekt außerdem im Rahmen der „Go-Bio Gründungsoffensive Biotechnologie“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Angst vor den Risiken, die mit dem Weg in die Selbständigkeit verbunden sind, hat Schneider nicht. „Es ist ja immer der Traum, ein bisschen selbstbestimmter zu arbeiten“, sagt sie. Das gelte besonders für die Grundlagenforschung, die mitunter frustrierend sei, weil man oft sehr viele Experimente mache und nur wenige funktionierten.

Das ist ja oft das Leid von Naturwissenschaftlern, wenn die im Labor sitzen und mit niemandem draußen sprechen.“ Umso reizvoller sei es für sie gewesen, ein Medikament mitzuentwickeln, dessen Nutzen unmittelbar zu erkennen sei, weil es den Patienten langfristig helfen werde.

RHEUMA KANN GEHEILT WERDEN

Das Medikament ist noch nicht auf dem Markt. Das Team sei aber zuversichtlich, dass es 2019 das erste Mal in einer klinischen Studie an Menschen verabreicht werden kann. „Das war für mich die Grundleidenschaft“, sagt die junge Biologin, „dass ich wirklich etwas bewegen und machen kann, das für andere Leute eine gute Auswirkung hat.“ Ein großes Risiko sieht sie darin nicht.

Wir denken, dass unser Medikament das Potential hat, die Krankheit wirklich zu heilen und den Patienten sehr viel Leid zu ersparen durch diese Nebenwirkungen, die die normale Therapie mit sich bringt.

Momentan ist die Projektgruppe mit verschiedenen Investoren unter anderem aus der pharmazeutischen Industrie im Gespräch. Langfristig will das Team wachsen und mehr Mitarbeiter einstellen. Schneider freut sich darauf: „Ich glaube an den Erfolg unseres Produkts. Das wird etwas Gutes.

Weiter zum Artikel, FAZ, den 11.08.2017

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PEROWSKIT-SOLARZELLEN http://www.liteos.de/2017/08/13/perowskit-solarzellen/ http://www.liteos.de/2017/08/13/perowskit-solarzellen/#respond Sun, 13 Aug 2017 16:53:06 +0000 http://www.liteos.de/?p=1059 Perowskit-Solarzellen – Auf dem Weg vom Labor in den Markt: In Brandenburg an der Havel fertigt die britische Firma Oxford Photovoltaics derzeit eine Tandemzelle; Solarzellen aus einer Verbindung aus Silizium und dem Mineral Perowskit. Damit soll der Wirkungsgrad gesteigert werden, ohne dass die Produktionskosten in die Höhe schnellen. So kann Solarstrom noch günstiger werden. Arbeiter … PEROWSKIT-SOLARZELLEN weiterlesen

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Perowskit-Solarzellen: aus einer Verbindung aus Silizium und Perowskit fertigt die britische Firma Oxford Photovoltaics derzeit eine Tandemzelle.Perowskit-Solarzellen – Auf dem Weg vom Labor in den Markt: In Brandenburg an der Havel fertigt die britische Firma Oxford Photovoltaics derzeit eine Tandemzelle; Solarzellen aus einer Verbindung aus Silizium und dem Mineral Perowskit. Damit soll der Wirkungsgrad gesteigert werden, ohne dass die Produktionskosten in die Höhe schnellen. So kann Solarstrom noch günstiger werden.

Arbeiter montieren Maschinen ab, verladen und verpacken sie. Seit mehreren Monaten steht die Produktion in der Fabrik still. Aber bald sollen einige der Anlagen wieder in Betrieb gehen. Das britische Unternehmen Oxford Photovoltaics hat das Gebäude in der Stadt Brandenburg gekauft. Die Firma Bosch produzierte hier Dünnschichtmodule auf Basis von Kupfer, Indium, Gallium und Selen.

Unter dem neuen Eigentümer sollen neuartige Solarzellen vom Band laufen. Es werden die ersten weltweit sein, die aus Perowskiten bestehen. Darunter sind Materialien zu verstehen, die eine bestimmte Kristallstruktur aufweisen. Sie zeichnen sich gegenüber anderen Halbleitern durch mehrere Vorteile aus, erklärt Geschäftsführer Frank Averdung:

„Die Materialien sind grundsätzlich sehr preisgünstig, sind in Volumen erhältlich. Es sind keinerlei seltene Materialien drin, wie es zum Beispiel Gallium eines ist. Und der Vorteil im Herstellungsprozess ist, dass man sehr einfach diese Materialien aneinander bringen kann und dann formt sich die Perowskit-Zelle und stellt diese Fotoabsorbierende Schicht her. Und man hat eigentlich mit wenig energetischem Aufwand es geschafft, eine funktionierende, sogar hocheffiziente Solarzelle herzustellen.“

Silizium ist das zweithäufigste Element auf der Erde

Hocheffiziente Solarzellen bestehen heute zumeist aus kristallinem Silizium. Auch dieses Material ist in großer Menge verfügbar – Silizium ist das zweithäufigste Element auf der Erde. Ehe aber daraus eine Solarzelle entsteht, muss Silizium geschmolzen und gereinigt werden. Danach werden Blöcke geformt, in Scheiben gesägt und mit Fremdatomen versetzt. Die Kosten für all das sind stark gefallen. Doch die Sparpotenziale sind fast ausgeschöpft. Die kristalline Siliziumtechnologie dominiert aber heute die Fotovoltaik. Die Zellen sind erprobt und arbeiten verlässlich. Darauf will Oxford PV aufbauen – und die eigenen Fabrikate aus Perowskiten mit handelsüblichen Siliziumsolarzellen verbinden.

„Das heißt also, man bringt eine weitere Solarzelle auf die kristalline Zelle auf. Die trägt dann wiederum dazu bei, einen anderen Teil des Solarspektrums in Elektrizität umzuwandeln, und die Kombination gibt dann höhere Wirkungsgrade. Das heißt, es ist durchaus realistisch, dass man mittelfristig dort Effizienzen von 30 Prozent und höher im Tandemverbund erreichen kann.“

Große Zukunft für die Tandemzelle

Bislang weisen die im Labor gefertigten Tandemzellen der Firma einen Wirkungsgrad von rund 23 Prozent auf. Mittelfristig 30 Prozent zu erreichen – dies wäre ein Meilenstein in der Fotovoltaik. Denn theoretisch kann eine Siliziumsolarzelle nur maximal 29 Prozent der Energie des Sonnenlichts in Strom umsetzen. Von dieser physikalischen Grenze sind die besten Fabrikate der klassischen Technologie nicht mehr weit entfernt.

Forscher weltweit arbeiten daher an Tandemzellen. Aus der Verbindung von Silizium und Perowskiten versprechen sie sich, den Wirkungsgrad zu steigern, ohne dass die Produktionskosten in die Höhe schnellen. So kann Solarstrom noch günstiger werden. Dass eine solche Tandemzelle in Zukunft eine große Rolle spielen wird, traue er der Technologie zu, sagt der Wissenschaftler Stefan Glunz vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme.

„Es gibt noch zwei, drei andere Varianten, wie man es auch machen kann, indem man zum Beispiel eben Galliumarsenid-basierte Halbleiter mit Silizium kombiniert. Da ist aber eher die Frage: Kann man mit den Kosten so weit runterkommen? Und bei den Perowskiten ist es so: Man kann sich gut vorstellen, dass es sehr, sehr kostengünstig sein wird, aber auf der anderen Seite weiß man eben nicht, wie gut es gelingt technologisch.“
Perowskit-Solarzellen vertragen schlecht Hitze und Feuchtigkeit.

Perowskit-Solarzellen – Auf dem Weg vom Labor in den Markt

Eine Herausforderung bei Perowskit-Solarzellen ist, dass ihr Wirkungsgrad nach kurzer Zeit abfällt. Die Zellen vertragen schlecht Hitze und Feuchtigkeit. Diese Probleme habe Oxford PV gelöst, heißt es. Um Feuchtigkeit zu vermeiden, werden die Perowskite in einem trockenen Verfahren aufgedampft. Im Betrieb unter freiem Himmel sind die Zellen gut vor der Witterung zu schützen – am besten, indem sie zwischen zwei Glasscheiben gebettet werden.

Die Stabilität der Zellen hat die Firma durch die Zusammensetzung des Perowskits in den Griff bekommen. Seine erste Solarzelle aus Perowskiten schuf der Gründer und Cheftechnologe von Oxford PV, Henry Snaith, aus Methylammonium, Blei und Jod. Welche Stoffe heute in der Zelle stecken, bleibt geheim. Frank Averdung sagt nur, dass Blei noch enthalten ist.

„Wir haben Materialkombinationen entwickelt, die eine deutlich höhere Langzeitstabilität haben, die eine höhere Temperaturstabilität haben. Damit können wir Standardprozesse benutzen, die in der PV-Industrie bereits verfügbar sind und eingesetzt werden.“

Das ist wichtig, denn die Tandemsolarzellen sollen sich in bestehenden Produktionslinien herstellen lassen. Selbst Zellen zu produzieren, hat Oxford PV nicht im Sinn. Wenn die Pilotfertigung läuft, will das Unternehmen die Technologie etablierten Solarfirmen verkaufen.

Weiter zum Artikel, DEUTSCHLANDFUNK, den 11.01.2017

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ZAHLEN UND WISSEN: DIE MACHT DER ZAHLEN http://www.liteos.de/2017/08/06/zahlen-und-wissen-die-macht-der-zahlen/ http://www.liteos.de/2017/08/06/zahlen-und-wissen-die-macht-der-zahlen/#respond Sun, 06 Aug 2017 17:47:24 +0000 http://www.liteos.de/?p=1044 Zahlen und Wissen. Zahlenkunde ist ein Verfahren, Namen, Zeitangaben oder Ereignissen gewisse Zahlen zuzuordnen. In der Regel sind es die Zahlen zwischen l und 9, obwohl manchmal auch 11 und 22 mit einbezogen werden. Jede Zahl hat eine bestimmt Bedeutung. Die Verbindung wird dadurch geschaffen, dass den Buchstaben des Alphabets die Zahlen nach dem „hebräischen … ZAHLEN UND WISSEN: DIE MACHT DER ZAHLEN weiterlesen

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Zahlen und Wissen.

Zahlen und Wissen. Zahlenkunde ist ein Verfahren, Namen, Zeitangaben oder Ereignissen gewisse Zahlen zuzuordnen. In der Regel sind es die Zahlen zwischen l und 9, obwohl manchmal auch 11 und 22 mit einbezogen werden. Jede Zahl hat eine bestimmt Bedeutung.

Die Verbindung wird dadurch geschaffen, dass den Buchstaben des Alphabets die Zahlen nach dem „hebräischen System“ zugeordnet werden. Um Ihre persönliche Zahl zu finden, müssen Sie einfach die jedem Buchstaben Ihres Namens entsprechende Zahl aufschreiben und sie addieren.

Wenn das Ergebnis größer ist als 9, addieren Sie die Ziffern, aus der die Zahl besteht, und fahren damit fort, bis das Ergebnis kleiner als 10 ist. Wenn die Ziffern Ihres Namens 1 ergeben, sind Sie wahrscheinlich ein dominanter Typ, eine Führungspersönlichkeit.

Die Einsen gelten als Forscher, Erfinder, Planer – doch häufig setzen sie ihre Vorstellungen in die Praxis um, ohne sich darum zu kümmern, wie die betroffenen Menschen damit fertig werden. Sie möchten jeden beherrschen, haben selten enge Freunde und sind manchmal, trotz ihres zuversichtlichen Auftretens, sehr einsame Menschen.

Die Zwei wird von modernen Zahlenkundlern als die Zahl der passiven, nur aufnehmenden Menschen gedeutet. Die Zweien sind ruhig, ohne Ehrgeiz, freundlich und nett, ordentlich und verantwortungsbewusst. Sie erreichen dennoch häufig ihr Ziel, aber nicht durch Gewalt, sondern durch sanfte Überredung. Sie sind oft zaghaft, schieben Entscheidungen vor sich her, was sie manchmal in schwierige Situationen bringt.

Die Drei ist die am stärksten extrovertierte Zahl und gehört zu den intelligenten, kreativen und geistreichen Menschen, die leicht Freunde finden und anscheinend immer Erfolg haben. Sie sind stolz, ehrgeizig und lebenslustig. Ihre große Schwäche liegt in ihrer Unfähigkeit, irgend etwas – Ideen oder Menschen – über lange Zeit ernst zu nehmen.

Die Vier ist wie die Zwei die Zahl der verlässlichen, praktischen Menschen, der geborenen Organisatoren. Ihnen fehlt zwar die Beweglichkeit der Einser und Dreier, doch dafür sind sie gerecht und sorgfältig auch im Detail. Manchmal überfällt sie vielleicht eine irrationale Wut oder Niedergeschlagenheit, obwohl sie sonst ein Vorbild an Besonnenheit sind. Die Vier wurde seit jeher von Zahlenkundlern als Pechzahl angesehen. Oft müssen Menschen, deren Zahl die Vier ist, für jeden Erfolg im Leben hart zahlen.

Die Fünf ist die Zahl der wachen, flinken, schlaue und ungeduldigen Menschen. Sie sind überspann kontaktfreudig und neugierig, oft schön, doch lassen sie sich äußerst ungern an etwas fesseln. Die Fünf verkörpert den Sex (dessen Zahl gleichfalls fünf ergibt). Menschen, denen die Fünf zugeordnet ist, haben häufig ein reges und aufregendes Liebesleben, manchmal auch voller Tragödien. Es kommt auch vor, dass sie im sexuell Bereich zu Exzessen oder Perversionen neigen.

Menschen, denen die Sechs zugeordnet ist, zählen zu den glücklichsten des ganzen Zahlensystems. Sie meistern fröhlich, friedlich, ausgeglichen und häuslich Leben, sind zärtlich, treu, ehrlich und gewissenhaft, es fehlt ihnen nicht an Kreativität. Viele von ihnen werden erfolgreiche Künstler. Ein negativer Zug ihres Charakters ist der Hang zur Kleinlichkeit, Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit.

Sieben ist die Zahl des Einzelgängers, des selbst beobachtenden Gelehrten, des Philosophen, Mystik oder Okkultisten. Häufig am Rande des Lebens, begnügen sie sich damit, es zu beobachten. Sie sind würdevoll, beherrscht und reserviert. Weltlicher Reichtum ist ihnen oft gleichgültig. Obwohl sie häufig unnahbar und überheblich wirken, erweisen sie sich als treue Freunde. Trotz ihrer starken intellektuellen Begabungen schaffen sie es häufig kaum, ihre Gedanken in Worte zu fassen. Auch streiten sie ungern, wenn sie das Gefühl haben, ihre Ideen werden kritisiert.

Die Acht verkörpert den weltlichen Erfolg. Menschen, denen diese Zahl zugeordnet ist, sind häufig Geschäftsleute, Politiker oder Rechtsanwälte. Ihr Erfolg beruht zu einem Großteil auf harter Arbeit, was häufig auf Kosten ihrer wärmeren, menschlichen Eigenschaften geschieht. Sie scheinen oft hart, egozentrisch und habgierig zu sein. Doch hinter diesen unsympathischen Zügen verbirgt sich oft ein liebenswertes Wesen.

Die Neun steht für höchste intellektuelle und spirituelle Befähigung. Idealisten, Romantikern, Dichtern, Geistlichen, Lehrern und Wissenschaftlern gehört die Neun. Ihre Eigenschaften sind Selbstlosigkeit, Selbstdisziplin und Entschlusskraft. Ihr Idealismus umfasst den ganzen Menschen. Im Alltag möchten sie gern im Rampenlicht stehen. Jedoch als Freunde oder Liebhaber sind sie wechselhaft.

Einige Zahlenkundler verwenden auch die 11 und die 22. Sie glauben, dass diese Zahlen eine höhere Ebene von Erlebnissen verkörpern als die Ziffern 1 bis 9.

Elf ist die Zahl der Menschen, die Offenbarungen erfahren und als Märtyrer sterben. Sie fühlen sich häufig besonders zu ihrer Arbeit berufen, wie Prediger, Ärzte, Krankenschwestern oder Lehrer, und ziehen oft Ideen den wirklichen Menschen vor.

Zweiundzwanzig ist die Meisterszahl: Menschen, deren Namen 22 ergeben, vereinen in sich die besten Eigenschaften aller anderen Zahlen.

Zahlen und Wissen

Wenn Sie dieses Verfahren auf Ihren Geburtsnamen anwenden, sagen die Zahlenkundler, so finden Sie die Eigenschaften heraus, die für Ihr Leben grundlegend sind. Wenden Sie es auf den angenommenen oder gewünschten Namen an, so entdecken Sie, wie die Einflüsse des Lebens die Persönlichkeit geprägt haben.

Mehr zum Thema, DER BLICK IN DIE ZUKUNFT, den 06.08.2017

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ADIPOTIDE – DIE NEUE FETT-WEG-PILLE http://www.liteos.de/2017/07/28/adipotide-die-neue-fett-weg-pille/ http://www.liteos.de/2017/07/28/adipotide-die-neue-fett-weg-pille/#respond Fri, 28 Jul 2017 10:12:56 +0000 http://www.liteos.de/?p=1022 Adipotide: Neuartige Fett-weg-Pille verspricht bahnbrechende Erfolge. Wie oft hat die Pharmaindustrie in den vergangenen Jahren behauptet, ein neues Wundermittel gegen Übergewicht entdeckt zu haben? Auch dieses Jahr präsentieren amerikanische Forscher eine neue Fettweg-Pille, die beim Abnehmen ohne strenge Diäten oder Sport helfen soll. Die sogenannten Adipotide – FTPP Fat Targetted Proapoptotic Peptide – bedingen den … ADIPOTIDE – DIE NEUE FETT-WEG-PILLE weiterlesen

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Adipotide: Neuartige Fett-weg-Pille verspricht bahnbrechende Erfolge.

Adipotide: Neuartige Fett-weg-Pille verspricht bahnbrechende Erfolge. Wie oft hat die Pharmaindustrie in den vergangenen Jahren behauptet, ein neues Wundermittel gegen Übergewicht entdeckt zu haben? Auch dieses Jahr präsentieren amerikanische Forscher eine neue Fettweg-Pille, die beim Abnehmen ohne strenge Diäten oder Sport helfen soll.

Die sogenannten AdipotideFTPP Fat Targetted Proapoptotic Peptide – bedingen den Ergebnissen von Dr. Renata Pasqualini und Kollegen der University of Texas in Houston zufolge eine Reduzierung der Fettzellen, die sich in einem deutlichen Verlust an Körpergewicht äußert. Die Pille beeinflusst die Blutzufuhr zu lebendem Gewebe und unterbindet auf diese Weise die Sauerstoffzufuhr und Nahrungsversorgung der Fettzellen, woraufhin diese sich nicht regenerieren oder reproduzieren können und absterben. Erstmals haben die Forscher der University of Texas den Einsatz der neuartigen Fettweg-Pille nun an Rhesusaffen getestet und so bei diesen einen Gewichtsverlust von durchschnittlich elf Prozent erreicht.

Bis zu 15 Kilo abnehmen in vier Wochen?

Seit Jahren wurden die Adipotide bereits erfolgreich an Mäusen getestet, wobei laut Aussage der US-Forscher ein Gewichtsverlust von bis zu 40 Prozent bei den Tieren erreicht werden konnte. Einen ähnlichen Effekt konnten die Forscher nun auch bei ihren Versuchen an Rhesusaffen feststellen. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Dr. Wadih Arap injizierte Studienleiterin Dr. Renata Pasqualini fettleibigen Rhesusaffen die Adipotide und beobachtete anschließend deren Gewichtsentwicklung. Im Schnitt verloren die Tiere im Zuge der vierwöchigen Behandlung rund elf Prozent an Körpergewicht. Was umgerechnet auf einen übergewichtigen erwachsenen Menschen einer Gewichtsreduktion von zehn bis 15 Kilogramm entsprechen würde, berichteten die US-Wissenschaftler.

Da Rhesusaffen und Menschen sich in ihren Stoffwechseleigenschaften sehr ähnlich sind, zeigten sich Pasqualini und Arab optimistisch. Damit wären die Adipotide als Pille auch beim Menschen eine neuartige Alternative zum Abnehmen. Da durch Adipotide die Fettzellen insgesamt reduziert werden, ist laut Aussage der US-Forscher auch das Risiko einer anschließenden erneuten Gewichtszunahmen deutlich geringer, als bei bisherigen Präparaten.

Abnehmpille zeigt lediglich geringe Nebenwirkungen

Die Zerstörung der Fettzellen macht bei Adipotide den grundsätzlichen Unterschied im Vergleich zu den bisherigen Wirkstoffen aus. So setzten frühere Abnehmpillen eher auf eine Zügelung des Appetits oder eine verminderte Aufnahme von Fetten zum Beispiel durch deren Absorption im Darm. Während Dr. Renata Pasqualini und Dr. Wadih Arap explizit vor den gefährlichen Nebenwirkungen der Appetitzügler warnen, stellen die US-Forscher das deutlich reduzierte Nebenwirkungsrisiko der Adipotide heraus.

So wurde beispielsweise der Appetitzügler Sibutramin schon 2010 in der EU verboten, da dieser ein erhöhtes Herzinfarkt– und Schlaganfallrisiko mit sich bringt und aktuelle prüfe die EU mögliche Leberschäden durch den Fettaufnahmeblockers Orlistat. Bei den Adipotide, die direkt an den Fettzellen ansetzen, seien die Nebenwirkungen im Gegensatz zu den bisherigen Abnehmmethoden jedoch deutlich geringer, erklärten Pasqualini und Arap. Im Rahmen der Laborversuche mit Tieren hätten die Adipotide nur sehr geringe Nebenwirkungen gezeigt. Was laut Aussage der US-Forscher darauf zurückzuführen ist, dass die Adipotide in ihrer Wirkung gezielt auf bestimmte Blutgefäße ausgerichtet sind.

Klinische Studien zur Wirkung von Adipotide geplant

Nachdem die aktuellen Untersuchungen durchaus erfolgreich verliefen, ist laut Aussage der US-Forscher nun für 2012 eine klinische Studie an Patienten mit Prostatakrebs geplant. Diese leiden aufgrund der Krebsbehandlung mit Hormonen oftmals unter einem deutlichen Anstieg des sogenannten Depotfetts und einer entsprechenden Gewichtszunahme. Seit Jahren sind Arap Pasqualini daher auf der Suche nach einem Medikament, dass die Verfettung der Patienten aufhalten oder umkehren kann. Selbstverständlich – bei möglichst geringen Nebenwirkungen.

Dies sei bei Adipotide der Fall so die Aussage der US-Forscher zu der Wirkung des neuartigen Präparates. So blieben die Rhesusaffen im Rahmen der aktuellen Untersuchung munter und aufmerksam – bei gleichbleibendem Appetit, erläuterte die Studienleiterin. Auffällig war den Forschern zufolge lediglich die Veränderung der Nierenfunktionswerte. Doch sie haben sich nach Versuchsende jedoch relativ schnell wieder normalisiert. Bezüglich des Gewichtsverlustes war der Effekt von Adipotide jedoch durchaus langfristiger, so Pasqualini und Arap weiter. Bei einem Großteil der Versuchstiere habe sich der Gewichtsverlust auch nach dem Absetzen der Adipotide über einige Wochen fortgesetzt.

Adipotide und die Kritik an Abnehmepillen

Obwohl Adipotide in Zukunft möglicherweise bei Personen mit Übergewicht und Adipositas eine relativ einfache Methode zur Behandlung der Gewichtsprobleme darstellen könnten, sind derartige Präparate in der Fachwelt durchaus umstritten. Diese sollten nach Ansicht der Kritiker ausschließlich bei krankheitsbedingtem beziehungsweise durch die Behandlung von Erkrankungen verursachtem Übergewicht zum Einsatz kommen. Ist das Übergewicht Folge eines ungesunden Lebensstils mit Bewegungsmangel und falscher Ernährung, wäre eine derartige Abnehmpille  das falsche Signal. Und auch ihre Wirkung wäre  vermutlich lediglich von kurzer Dauer, so die Kritik an den umstrittenen Präparaten. Hinzu kommen die möglichen Nebenwirkungen, die in vielen Fällen den Einsatz der Abnehmpillen bei Abwägung des medizinischen Nutzens ausschließen.

Weiter zum Artikel, HEILPRAXISNET, den 28.11.2011

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VERJÜNGUNGSKUR FÜRS HERZ http://www.liteos.de/2017/07/26/verjuengungskur-fuers-herz/ http://www.liteos.de/2017/07/26/verjuengungskur-fuers-herz/#respond Wed, 26 Jul 2017 21:21:05 +0000 http://www.liteos.de/?p=999 Verjüngungskur für alte Herzen: Junges Blut enthält Faktoren, die eine altersbedingte Herzhypertrophie rückgängig machen können. Das haben tierexperimentelle Studien gezeigt. Die Forscher identifizierten bereits eine Substanz, die für den Verjüngungseffekt oder  die Verjüngungskur verantwortlich sein könnte. Ist junges Blut ein Jungbrunnen? Heterochrone Parabiose heißt die Versuchsanordnung, mit der man diese Frage untersuchen kann. Denn wie … VERJÜNGUNGSKUR FÜRS HERZ weiterlesen

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Verjüngungskur für alte Herzen:

Verjüngungskur für alte Herzen: Junges Blut enthält Faktoren, die eine altersbedingte Herzhypertrophie rückgängig machen können. Das haben tierexperimentelle Studien gezeigt. Die Forscher identifizierten bereits eine Substanz, die für den Verjüngungseffekt oder  die Verjüngungskur verantwortlich sein könnte.

Ist junges Blut ein Jungbrunnen? Heterochrone Parabiose heißt die Versuchsanordnung, mit der man diese Frage untersuchen kann. Denn wie bei siamesischen Zwillingen werden hierbei der Blutkreislauf eines alten und der eines jungen Tieres zusammengeschaltet. So lässt sich studieren, inwieweit das junge Blut beim alten Tier zu Verjüngungseffekten führt. In Deutschland sind Tierexperimente dieser Art aus ethischen Gründen nicht erlaubt.

Verjüngungskur oder nur eine Illusion“

Anders in den USA: Dort haben Forscher der Harvard University in Cambridge und Kollegen vom Women’s Hospital in Boston jetzt untersucht, inwieweit sich eine kardiale Hypertrophie durch junges Blut zur Rückbildung bringen lässt. Die Verdickung des Herzmuskels ist eine typische Alterserscheinung, die helfen soll, die kardiale Pumpleistung aufrechtzuerhalten. Letztlich ist das Remodeling am Herzen – die Vergrößerung der Muskelzellen und der vermehrte Einbau von Bindegewebszellen – aber kontraproduktiv und kann in einer Herzinsuffizienz münden oder eine beginnende Herzinsuffizienz weiter vorantreiben.

Also, junges Blut ist in der Lage, diesen Prozess zu durchbrechen. Das zeigen die Ergebnisse des Forscherteams. Für ihre Untersuchungen verbanden die Wissenschaftler jeweils eine gesunde Maus und eine alte, an Herzhypertrophie leidende Maus chirurgisch so miteinander, dass sie einen gemeinsamen Blutkreislauf hatten. Der Effekt war beeindruckend. Durch Versorgung mit jungem Blut bildete sich die Herzhypertrophie bei den alten Mäusen innerhalb von vier Wochen sehr weit zurück. Annähernd wurde die Herzgröße junger Tiere erreicht. Die verkleinerten Herzen wiesen nur noch in geringem Ausmaß die typischen Charakteristika des kardialen Remodeling auf. Umgekehrt hatte der Kontakt der jungen Tiere mit altem Blut offenbar keinen Effekt.

Ist GDF11 der Schlüssel?

Bei der Suche nach Substanzen, die für den Verjüngungseffekt am Herzen verantwortlich sein könnten, haben die Forscher ein Protein namens GDF11 (Growth/Differentiation Factor 11) als möglichen Kandidaten ausgemacht. Die Konzentration von GDF 11 im Blut nimmt ferner mit zunehmendem Alter deutlich ab. Und tatsächlich führte die tägliche Injektion von GDF11 über vier Wochen bei alten Mäusen zu einer deutlichen Abnahme der Herzhypertrophie. (Verglichen mit Kontrolltieren, denen Salzlösung injiziert wurde). Niedrig dosiertes GDF 11 könnte eine therapeutische Option für Menschen mit kardialer Hypertrophie werden. Das hält Forschungsleiterin Amy Wagers von der Harvard University aufgrund dieser tierexperimentellen Daten für möglich.

Für Tony Wyss-Coray von der Stanford University in Kalifornien ist die Studie ein erneuter Beweis für die enorme Plastizität von alten Geweben. Wyss-Coray hatte zusammen mit Kollegen 2012 berichtet, dass junges Blut einen positiven Effekt auf die Hirnleistung alter Tiere hat. (Doi: 10.1038/nature10357).

D.h. die Infusion von Blutplasma junger Tiere führte also bei alten Mäusen in verschiedenen Testsituationen zu einer deutlichen Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten. .

Weiter zum Artikel, FZ, den 19.12.2013

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