TELOMERE UND UNSTERBLICHKEIT

Telomere und deren Länge sind die Maßeinheit für unser tatsächliches, biologisches Alter im Gegensatz zu unserem chronologischen Alter.

Die Telomere sind die Maßeinheit für unser tatsächliches Alter:

Viele wissenschaftliche Studien haben eine starke Verbindung zwischen kurzen Telomeren und Zellalterung gezeigt. Man geht heutzutage davon aus, dass die Telomere die sichtbaren Zeichen der Alterung bestimmen. Sie gelten als die „Altersuhr“ in jeder Zelle und werden daher manchmal auch „Zündschnüre des Todes“ genannt. Die Telomere werden bei jedem Teilungsvorgang der Zelle ein Stück kürzer.

Wenn sie einen kritischen Wert erreicht haben, muss die Zelle aufhören, sich zu teilen. Die Zelle stirbt oder wird pro-inflammatorisch, also entzündungserregend. Damit wird der Alterungsprozess in Gang gebracht, zusammen mit den damit verbundenen gesundheitlichen Risiken.

In unserem Körper gibt es allerdings ein Enzym, das der Verkürzung der Telomere entgegenwirkt: Man nennt es Telomerase. Dieses Enzym kommt jedoch nur in den Zellen von Embryos und in Keimzellen in größeren Mengen vor, in allen anderen Körperzellen nur zu kleinen Teilen.

Bei Neugeborenen variiert die Länge der

Telomere

von etwa 8.000-13.000 “Basenpaare” (DNA Buchstaben) in der Länge, und verringert sich je nach Lebensweise um etwa 20 bis 40 Basenpaare pro Jahr. Telomere sind auch bei Frauen länger als Männern, was den Unterschied in der Lebensdauer widerspiegelt. Bei älteren Zwillingen stirbt der Zwilling mit kürzeren Telomeren etwa dreimal häufiger zuerst.

Einige Zellen, wie die der Haut, Haare und des Immunsystems sind stärker von der Telomer-Verkürzung betroffen, weil sie sich öfter teilen als andere Zellen. Deshalb nehmen wir hier die Alterung an Haut und Haar sowie die Verschlechterung des allgemeinem Gesundheitszustands auch am deutlichsten als Alterungsprozess wahr. Auch das Immunsystem kann im Alterungsprozess sehr empfindlich auf eine Verkürzung der Telomere reagieren.

Darüber hinaus hat eine Studie von 2007 festgestellt, dass kurze Telomere bei Frauen mit einer Abnahme der Knochenmineraldichte assoziiert sind.

Die Telomer-Länge ist auch abhängig von der Lebensweise

Das Alter des Vater beeinflusst sehr die Telomer-Länge eines Menschen bei der Empfängnis. Weil Samenzellen zu den Zellen gehören, die mit Hilfe von Telomerase ihre Telomer-Länge über die Zeit erhöhen, haben Kinder älterer Väter längere Telomere. Dieser Effekt kann auch auf die nächste Generation übertragen werden. Der allgemeine gesellschaftliche Trend zur späten Familiengründung könnte somit unverhoffte Vorteile für die Lebenserwartung und Alterung der daraus hervorgehenden Kinder haben!

Aber die Gene sind nicht der einzige Faktor für die Länge der Telomere. Telomere verkürzen sich nämlich nicht nur, wenn wir älter werden. Sie verkürzen sich auch durch Stress, Rauchen, Übergewicht, mangelnde Bewegung und eine schlechte Ernährung.

Die Telomer-Länge kann man durch Blutanalysen messen lassen und so das biologische Alter bestimmen. Im Rahmen der Anti Aging Medizin haben sich einige Firmen auf solche Tests spezialisiert.

Weiter zum Artikel, OGAENICS, den !6.06.2016

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