PROTEIN KEHRT DAS ALTER UM

Durch die Behandlung der Mäuse mit dem NAD+Vorgänger „NMN“ (ein Protein!) wurde die Fähigkeit der Zellen zur DNA-Reparatur von durch Strahlung verursachten Schäden oder in Folge fortgeschrittenen Alters verbessert.

NAD+Vorgänger „NMN“ - ein Protein für das Leben

Wie das Team um Professor David Sinclair von der School of Medical Sciences an der University of New South Wales und der Harvard Medical School Boston aktuell im Fachjournal „Science“ berichtet: Es handele sich um einen bedeutenden Schritt innerhalb des molekularen Prozesses, der den Zellen die Reparatur von DNA-Schäden ermöglicht.

Während unsere Zellen zwar schon von Natur aus die Fähigkeit zur Regeneration besitzen, etwa nachdem wir ein Sonnenbad genommen haben, nimmt diese Fähigkeit mit zunehmenden Alter immer mehr ab. Ein Prozess, der letztendlich auch zum Tod führt.

NAD+Vorgänger „NMN“ – ein Protein für das Leben

NAD+ kommt in allen Körperzellen natürlich vor. In Experimenten an Mäusen identifizierten die Mediziner eine Schlüsselrolle, die der Metabolit bei der Regulierung von Interaktionen zwischen den Proteinen spielt. Diese Proteine kontrolieren eigentlich  die DNA-Reparatur.

Durch die Behandlung der Mäuse mit dem NAD+Vorgänger „NMN“ wurde die Fähigkeit der Zellen zur DNA-Reparatur verbessert.

Die Zellen der alten Mäuse waren plötzlich nicht mehr von denen junger Tiere zu unterscheiden – und das schon nach nur einer Woche der Behandlung“,  berichtet Sinclair.

Der Erfolg der neuen Behandlungsmethode war zwar sehr signifikant. Im Grunde genommen, Versuchsreihen an Menschen sollen schon innerhalb der kommenden sechs Monate beginnen. „Das ist das bislang sicherste und effektivste Anti-Aging-Medikament“, so die Forscher.

Die zukünftige Astronauten wären bei ihrer mehrjährigen Reise etwa zum Mars angesichts solarer und kosmischer Strahlung ausgesetzt. Schon jetzt zeigt sich die US-Raumfahrtbehörde NASA an der Entdeckung interessiert. Schließlich könnte sie den Gesundheitsrisiken ein wirkungsvolles Mittel entgegensetzen. Während einer Reise zum Mars und zurück würden ungeschützte Astronauten etwa fünf Prozent ihrer Körperzellen einbüßen.  Das Krebsrisiko würde sich um 100 Prozent erhöhen. Selbst vergleichsweise kurze Weltraummissionen setzen Astronauten einem erhöhten Strahlungs- und Alterungsrisiko aus. Und dazu einem  Muskelschwund, Erinnerungsverlust und anderen Risken.

Weiter zum Artikel, GRENZWISSENSCHAFT-AKTUELL, den 24.03.2017

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